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Kartenbestellung und Reservierung unter 034344/61285 oder info@lindenvorwerk.de
Hier finden Sie eine Auswahl an Zeitungsartikeln über das Lindenvorwerk
LVZ vom 7.02.2011
LVZ vom 14.05.2010
LVZ vom 26.09.09
Hat viel geschafft und noch viel vor:
Peter Hetzer, der Gastwirt vom Lindenvorwerk.
Foto: Jens Paul Taubert
Tradition und Minigolf
Ausflugslokal Lindenvorwerk setzt auf Historie und jüngeres Publikum
Von Claudia Carell-Domröse
Kohren-Sahlis. Auf mehr als 150 Jahre Tradition kann das Lindenvorwerk in Kohren-Sahlis bauen. Schon in den 1840er Jahren ließen sich Besucher auf der Teichterrasse Kaffee und Kuchen schmecken. Auch heute zieht es viele Gäste ins idyllisch gelegene Ausflugslokal. Dennoch ist die kleine Firma mit zwölf Mitarbeitern kein Selbstläufer – Wirt Peter Hetzer muss sich immer wieder etwas einfallen lassen.
„Noch bis vor sechs, sieben Jahren waren Senioren-Reisegesellschaften unsere Hauptzielgruppe“, erinnert sich der Lindenvorwerkschef. Und ihm war klar: So kann es nicht bleiben. Also setzte er sich mit seiner Familie – Ehefrau, Sohn und Schwiegertochter arbeiten mit im Geschäft – zusammen. Sie überlegten, was auch für junge Leute und vor allem Familien mit Kindern attraktiv sein könnte. Bald darauf entstanden Spielplatz und Minigolf-Anlage. Auch Bootspartien auf dem fünf Hektar großen Teich warten auf jüngere Besucher. „Das hat eindeutig etwas gebracht“, sagt Peter Hetzer. „Unser Publikum ist jetzt vom Alter her gemischt, was uns freut.“
In der Hauptsaison, von Mai bis September, ist am Lindenvorwerk viel los. Die Gäste nehmen 50 bis 60 Kilometer Fahrt in Kauf, viele kommen aus Leipzig oder Altenburg. Aber auch für Familien- und Betriebsfeiern ist das Lokal beliebt. Denn neben leckerem Essen gibt es immer etwas zu erleben: Kremserfahrten, Burgbesuch, altehrwürdige Kirchen, traditionelle Töpfereien oder Spaß auf der Sommerrodelbahn. „Wir versuchen stets, mit regionalen Partnern zusammenzuarbeiten“, sagt der Wirt. Nicht nur wenn es um Kartoffeln, Fisch und Wild geht, sondern auch bei touristischen Attraktionen.
Weil es im Winter etwas ruhiger wird, startete Familie Hetzer vor einiger Zeit kleine Kulturveranstaltungen. Mit Erfolg: Volksmusik wie Kabarett waren bisher gut besucht – das soll es auch weiterhin geben.
Das Wirtshaus ist für Peter Hetzer nicht nur ein Arbeitsplatz, sondern der zentrale Ort seines Lebens. Hier wurde er geboren, hier half er den Großeltern in der Gaststube. 1960 schien es damit vorbei zu sein. Der Großvater übergab das Lokal an die Konsumgenossenschaft, der junge Peter lernte im Böhlener Werk Elektriker. Doch er wohnte weiterhin im Haus seiner Kindheit. Stand morgens um drei Uhr auf, nahm den ersten Bus um vier und kehrte abends gegen fünf zurück. „Der Beruf hatte auch Vorteile“, erinnert er sich. Zum Beispiel Kohle gratis und das Bergmannsgeld. Dennoch sattelte er 1972 um und begann in der heimischen Gaststätte vorerst als Kellner. Hetzer holte alle gastronomischen Abschlüsse nach und wurde sieben Jahre später Chef. Ein Entschluss, den er bis heute nicht bereut.
Nach der Wende kaufte seine Familie das Anwesen und restaurierte das historische Haus. Neben den vier Familienmitgliedern gehören heute noch acht Mitarbeiter zur Firma, davon vier Lehrlinge.
Die Wirtsfamilie hat noch mehr vor. Peter Hetzers Eltern, die vor langer Zeit fortzogen, sollen nun im Alter in die Heimat zurückkehren. Ihr Sohn möchte für sie eine Wohnung im Lindenvorwerk ausbauen. Auch im größeren Stil soll in naher Zukunft gebaut werden – Übernachtungsmöglichkeiten für Gäste. „Die Nachfrage ist bei Familienfeiern sehr groß“, sagt der Gastwirt. Bisher kam das Projekt noch nicht so richtig in Schwung. Aber der Chef bleibt optimistisch: „Wichtig ist, dass wir immer aktiv sind. Wir dürfen nicht warten, dass die Besucher von alleine kommen, sondern müssen was anbieten.“
Bericht vom Männertag 2009, LVZ vom 22.05.2009
Kabarett im Mühlenhof, LVZ 6.07.09
















